Fragt Ihr Euch nicht auch, wie Ihr es die ganze Zeit ohne mich aushalten konntet?
Ich befinde mich für ein paar Tage in der horizontalen, mein Rücken hat offensichtlich ausgedient. Wenn Ihr jemand wisst, der Körperersatzteile bietet, her mit der Adresse!
Da nutz ich doch glatt die Gelegenheit meinen musikalischen Jahresrückblick für 2012 zu verfassen.
Das sind also die Alben, die letztes Jahr meine Ohren beglückt haben:
1 Odesza / Summer's Gone
Die Entdeckung des Jahrhunderts! Ich kanns bis heute kaum fassen. Und zu danken hab ich es einer Internetseite, die sich zur Aufgabe gemacht hat gute Musik an den Mann zu bringen. Ich bin zufällig auf www.eargasmusic.com geraten und da war der Song How Did I Get Here als erster augeführt. Das war Liebe auf den ersten Ton. Das Album ist sowas wie musikalische Perfektion. Odesza ist das Duo Catacombkid und BeachesBeaches, zwei Beatmaker die man nicht kennen muss. Ihr Genre lässt sich so beschreiben: Ambient/Chillwave/Electronic. Jeder Track ist gewaltig aber mein persönliches Highlight ist If You Don't. Weil es mich überrascht und so unverhofft erwischt hat, meine Nummer eins in diesem Jahr ***2 Lana Del Rey / Born To Die
Für mich nach wie vor ein Juwel. Diese Songs transportieren einem in eine andere Zeit, erfüllen einem mit Sehnsucht und Wehmut. Die Texte sind zum Teil schwarz wie die Nacht, klingen wie aus der Feder einer düsteren und verlebten Lolita. Dazu hat sie es wirklich verstanden eine perfekte Inszenierung zur Untermalung dieser ganzen Stimmung zu schaffen. Die Videos zu Video Games & Co, ihr eigener Stil aus Glamour trifft Ghetto. Ich mag diese Welt und die Musik trifft genau in mein Herz. Ihr ist auf Anhieb ein Gesamtwerk gelungen, der den Namen Kunst verdient. Und ich kann sehr gut verstehen, dass sie kein weiteres Album aufnehmen möchte. Lieblingsstücke sind Lucky Ones, Blue Jeans und Radio.3 SAM / ZweiNullZwölf
Denn Leute schreien Sam, yeah, Saaam!! Für die, die Sam nicht kennen: das sind zwei deutsche Jungs (Sam & Chelo) und die sind Die Vorgruppe von Cro. Ich war beim Tourauftakt in St. Ingbert dabei und ich fand die Jungs erfrischend gut. Ihre Musik ist so herrlich unbeschwert, sie schreit "Der Tag ist schön, wir chillen und haben Spaß". Wenn man zuhört will man sich zurücklehnen, alles vergessen und einfach lächeln. Der Song, der dieses Gefühl am besten ausdrückt ist Young, Single & Free. Mir persönlich geben diese Songs Mut was neues zu probieren und einfach das zu tun worauf ich Lust habe. Sie inspiriert zu neuen Wegen und anderen Perspektiven. Man hört zu und denkt sich "Trau Dich!" Frei nach dem Motto Doch wenn es nicht funktioniert, hab ich keinen Grund zur Sorge, und mach es einfach von vorne!
4 100 Reggae & Ska Hits
Sooo gut!! Nichts neues, aber dafür viele alte Juwele. Das Bedürfnis nach einer ordentlichen Portion Reggae hatte ich nach der Kinovorstellung von Marley. Durch stöbern zufällig bei iTunes gefunden, für lächerliche €5,99. Kaufen! Lee "Scratch" Perry, Gregory Isaacs, Sugar Minott, Toots & The Maytals, ein paar weniger bekannte Stücke von Hoheit Marley, einige coole Dub Mixes und viele, viele mehr. Diese Scheibe garantiert Wärme und gute Laune für Herz und Seele. Sie entführt einem nach Jamaika, nach Trenchtown und ins London der 70er Jahre. Eine Platte die mich 2012 begleitet und mir in vielen Stunden Trost geschenkt hat.
5 Frank Ocean / Channel Orange

Ein Album von dem ich mich erst überzeugen musste. Zu Beginn kannt ich nur Thinking Bout You, eine tolle Nummer. Erst als ich mir für den Urlaub etwas neue Musik auf den iPod laden wollte, entschloss ich mich den Rest seines Albums anzuhören.
Und als ich da lag, am Strand mit "So why see the world, if you got the beach" in meinen Ohren, dacht ich: und es gibt doch einen Gott! Neben Sweet Life, mag ich besonders Pyramids und Lost. Seine Stimme ist wie Honig für die Ohren und den Geist. Und entgegen meiner ersten Skepsis, muss ich gestehen: er ist eine ernstzunehmende Hoffnung für die Zukunft des Soul und RnB.
So, meine Lieben. Das waren tiefste Einblicke in meine Playlist 2012.
Ich freue mich schon auf neue musikalische Entdeckungen und ein Jahr voller gute Laune Tracks, schöne Melodien und Tanznummern...alles was gut klingt. Denn ich liebe und lebe für Musik, egal ob sie heiter, traurig oder schrill ist.
Ich will mich nicht als John Miles Fan outen, aber ich zitiere:
"Music was my first love, and it will be my last"
Zum Abschied noch etwas dufte Mucke aus dem letzten Jahr. The Pipettes, ein etwas schrilles Trio aus England, offensichtlich aus den 70ern hierher gebeamt worden.
Stop The Music macht einfach Laune :o)
Enjoy, Eure Paulette.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen