Donnerstag, 4. Oktober 2012

Krankenlagerbericht

Meine Lieben,
 
es ist eine Weile her.
In der Zwischenzeit hatte ich das Vergnügen zehn Tage auf der zauberhaften Insel Mallorca zu verweilen. Über meine Erlebnisse, die interessanten Bekanntschaften und folgenschwere Erkenntnisse werdet Ihr demnächst lesen können. Ich habe auch dieses Jahr ein Reisetagbeuch geschrieben, das ich in Kürze hier online stellen werde. Ich kanns kaum erwarten und bin mir sicher Ihr platzt auch schon vor Vorfreude ;)

Seit der Rückkehr aus dem Urlaub, wie sollte es auch anders sein, stell ich erneut fest: der Autor meines Lebens hat einen Abschluss in Dramaturgie und kann es mit Schiller und Goethe locker aufnehmen.
Ich schreibe von meinem Krankenbett, das in meinem Fall meine Couch ist. Ich bedanke mich hiermit an meine Arbeitskollegen, die mich allesamt angesteckt haben. Medizin, Taschentücher und Flimmerkiste leisten mir Gesellschaft. An dieser Stelle möchte ich eine Bitte aussprechen:

Liebes Fernsehen, ist das Dein Ernst?
Verrückt nach Mary und Blind Wedding an einem Feiertag?
Ich freute mich wie ein Kind an Weihnachten. Unter die Decke kuscheln und schöne Filme schauen. Ich war so enttäuscht. Ich will Fackeln im Sturm und Fantaghirò zurück.
Bitte, bitte!
 
Ich lag vor 12 Tagen noch an einem paradiesischen weißen Strand, bei heißen Temperaturen. Ich blickte auf türkisblaues Wasser und träumte von sonnigen Zeiten. Kurz darauf befand ich mich im grauen deutschland wieder, wo es keine traumhaft schöne Buchten, leckeren frischen Fisch und gute Laune in Strömen gibt. Das einzige was hier aufgedreht ist meine Heizung. Was für ein Kulturschock!!
Das Wiedersehen mit meinem Herzblatt haben mich entschädigt. Freude Pur lag in der Luft.
Am nächsten Tag feierte die Welt meinen 32. Geburtstag. Und ich dachte mir: ich würde nirgendwo anders sein wollen auf diesem Planeten. Der Tag begann mit einer Honigmassage, der mehr einer Folter als einer Wohltat glich. Kann ich aber nur empfehlen, wenn es auch mit Schmerzen verbunden ist, tut es gut. Ich durfte mich bei meiner Großmutter zum Mittagessen einladen und mir ein Gericht wünschen. Es war wie immer köstlich und habe noch einen Doggypack mitbekommen. Dann Stunden die so schön waren, das sie mir unwirklich vorkamen. Ich hätte nicht gedacht er würde kommen. Er war da, mein Thomas war da...und es war...ich kanns nicht beschreiben. Zum Ausklang Sushi & Mädels. Besser hätte der Tag wohl kaum sein können.
 
An einem Tag kann soviel passieren, eine Woche kann soviel ändern. Man kann an einem Tag auf Wolke sieben schweben und am nächsten Tag am Boden zerstört sein.
Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut. Findet Ihr die Werbung von Merci nicht auch immer so rührend? Und ich bin ein Mensch der nicht aufgibt und kämpft. Heute in der Flimmerkiste gehört:
 
"Trotzdem muss ich weiterhin versuchen Sie für mich zu gewinnen. Denn immer wenn ich Sie sehe wird mir warm ums Herz. Und das kann ich nicht ignorieren."
 
Ich weiß ich verbringe zuviel Zeit zuhause vor rührseligen Filmen und Berichten. Nichtsdestotrotz: man sollte nicht so schnell aufgeben, wenn einem was am Herzen liegt. Wenn Ihr glaubt was von Bedeutung gefunden zu haben, dann solltet Ihr darum kämpfen.
Ein kleiner Tipp von mir an Euch. Weil viele Leute heutzutage so schnell davon laufen, sich nicht trauen, aus Angst verletzt zu werden oder Risiken einzugehen.
Mut, meine Lieben...es wird alles gut ;)



Love, Eure Paulette.

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